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Henstedt-Ulzburg hat alle Chancen, auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Wohn- und Gewerbeimmobilien zu bleiben: Das ist das Fazit einer Veranstaltung, zu der der Verein „HU Marketing e.V.“ in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Gemeinde unter dem provokanten Motto: Finger weg von Immobilien in Henstedt-Ulzburg? in den Ratsaal der Großgemeinde eingeladen hatte. Wie groß das Interesse an diesem Thema war, zeigte die Zuschauerzahl: Rund 150 Bürger folgten den Ausführungen von Volker Dornquast, Staatsekretär im Kieler Innenministerium und langjähriger Bürgermeister der Gemeinde, sowie Kai-Uwe Modlich, Immobilienmakler der Sparkasse Südholstein. Anlass der Veranstaltung war ein Artikel der BILD Zeitung vom Mai, der Henstedt-Ulzburg zu den Orten in Deutschland zählte, in denen der Immobilienmarkt gesättigt und fallende Kaufpreise zu befürchten seien.
Die großen Pluspunkte, mit denen Henstedt-Ulzburg auch in Zukunft wuchern könne, sei die Zugehörigkeit zur prosperierenden Metropolregion Hamburg, die gute innerörtliche Infrastruktur und die weiter wachsende Zahl der Arbeitsplätze vor Ort. In diesem Zusammenhang wies Volker Dornquast auch auf die Vorteile des neuen Landes-Entwicklungsplans hin, der den Kommunen mehr Freiheiten bei der Siedlungsentwicklung gebe. Weiter sagte Dornquast: „Henstedt-Ulzburg wird auch künftig von seiner Einstufung als Stadtrandkern I. Ordnung profitieren, der u. a. die Ansiedlung großer Gewerbebetriebe erlaube.“ Dornquast hob die gute Anbindung Henstedt-Ulzburgs an den öffentlichen Nahverkehr hervor, die optimale Schulsituation und „die grünen Wiesen rund um den Ort.“ „Das Thema Naherholung spielt bei Ansiedlung von Unternehmen zunehmend eine Rolle, schließlich müsse man den Mitarbeitern gerade auch unter den künftigen demografischen Aspekten ein attraktives Wohnumfeld bieten.“ Von Vorteil sei weiterhin der geplante sechsspurige Ausbau der A7 und die A20, die die A7 nördlich von Kaltenkirchen kreuzen werde.
Auch für Kai-Uwe Modlich, Immobilenberater der Sparkasse Südholstein, weist nichts darauf hin, dass die Nachfrage nach Immobilien in Henstedt-Ulzburg fallen könnte. „Das Interesse, sich in der Großgemeinde niederzulassen, ist gerade bei Hamburgern unverändert groß. „Bei einer Auswertung der einschlägigen Internetportale per 30. Juni standen 130 Mietwohnungsangebote in Henstedt-Ulzburg 300 Gesuche gegenüber.“ Das bestätige seine Erfahrung, dass es nie lange Leerstände von Immobilien in Henstedt-Ulzburg gegeben habe. Die kräftigste Nachfrage habe nach 2-3 Zimmer-Wohnungen in der Größe von 60 bis 80 Quadratmetern und einem Quadratmeterpreis von 7 bis 8 Euro bestanden. Auch die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen (im Durchschnitt 1300 Euro pro qm) sowie die Grundstückspreise in der Großgemeinde seien in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Hier habe es nur im Ortsteil Ulzburg einen leichten Rückgang gegeben. Probleme gäbe es beim Verkauf von Immobilien aus den 60er und 70er Jahren, wenn die Verkäufer zu hohe Preiserwartungen hätten: „Die Größe der Grundstücke und die oft nicht mehr zeitgemäße Ausstattung der Häuser drücken die zu erzielenden Erlöse.“ Dies sei aber kein spezielles Problem von Henstedt-Ulzburg, sondern gelte bundesweit. Modlichs Fazit: „Henstedt-Ulzburg wird auch morgen noch ein sehr attraktiver Standort für Kapitalanleger und Selbstnutzer sein.“
Uwe Gätjens, Vorstandsvorsitzender von HU-Marketing, zeigte sich sehr erfreut über die große Resonanz, die die Veranstaltung bei den Bürgern gefunden hatte: „Man sieht, dass ein großer Bedarf an Aufklärung besteht.“Gätjens kündigte an, dass HU-Marketing auch im kommenden Jahr Veranstaltungen zu aktuellen Themen durchführen werde. Zurück |